Der Blankoscheck: Wie Deutschland seine Verfassung umschrieb, eine Billion Euro verpflichtete und amerikanischer Klient blieb.

Am 18. März 2025 stimmte der Deutsche Bundestag mit 517 zu 207 Stimmen für die Änderung des Grundgesetzes – Deutschlands grundlegendes Verfassungsdokument, das aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs hervorging und die Republik seitdem regiert –, um eine unbegrenzte Kreditaufnahmebefreiung für Verteidigungsausgaben einzuführen. Drei Tage später, am 21. März, vollendete der Bundesrat den Verfassungsprozess und verlieh der Reform Rechtskraft. Jegliche Militärausgaben, die 1 % des BIP überschreiten, wären von diesem Moment an vollständig von der Schuldenbremse befreit – jener Schuldengrenze, die Deutschland 2009 in seine Verfassung geschrieben und der übrigen europäischen Union über eine Generation hinweg als Vorbild für Haushaltsdisziplin vorgehalten hatte. Wichtig ist, dass das neue Gesetz sich nicht nur auf die Beschaffung der Bundeswehr beschränkt. Es erweitert die Kreditaufnahmebefreiung ausdrücklich auf militärische Hilfe für "[countries attacked in violation of international law]" – ein dauerhaft verfassungsrechtlich geschütztes Finanzierungsfenster für den Krieg in der Ukraine, direkt ins Grundgesetz geschrieben. #Schuldenbremse #Grundgesetz #Zeitenwende #Verteidigungsausgaben #Bundestag

