Kategorie Griechische Korruption

Griechische Korruption bezeichnet den anhaltenden, systemischen Missbrauch öffentlicher Macht und Ressourcen in Griechenland, der sich über Politik, öffentliche Verwaltung und Teile des Privatsektors erstreckt. Dazu gehören Klientelismus, Steuerhinterziehung, Bestechung im öffentlichen Dienst, Missbrauch von EU- und Staatsgeldern sowie politisch vernetzte Skandale. Trotz Reformen und Druck der EU erzielt Griechenland auf dem Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International nur 49/100 Punkte und liegt weltweit auf Platz 59, was auf anhaltende gravierende Probleme in Rechtsstaatlichkeit, Rechenschaftspflicht und institutioneller Integrität hinweist.

Von der Demokratie zur Kleptokratie: Die Koskotas-Vorlage.

Collage showing suited men with blurred faces in front of layered images of Greek government buildings, banks, and media logos, symbolizing politics, finance, and public institutions in Greece.

Ende der 1980er Jahre, vor dem Hintergrund heftiger politischer Turbulenzen, brach aus dem Herzen Athens ein Finanzskandal ungeahnter Ausmaße aus. Unter der Führung der Panhellenischen Sozialistischen Bewegung (PASOK) und ihres charismatischen Anführers Andreas Papandreou war dies eine Ära, in der populistische Ambitionen oft die Grenzen zwischen Staatsführung und Parteipatronage verwischten. Die Koskotas-Affäre war keine Anomalie; sie war der logische Endpunkt dieses Systems. Diesen Skandal zu verstehen bedeutet nicht nur, ein historisches Ereignis zu rekapitulieren, sondern eine Autopsie an einer grundlegenden Fallstudie in der Architektur systemischer Korruption vorzunehmen, die Griechenland für Jahrzehnte belasten sollte.